Lage und Region
Mit einer Größe von 9.251 km² ist Zypern nach Sizilien und Sardinien die drittgrößte Insel im Mittelmeer. Sie liegt am östlichsten Ende des Mittelmeerbeckens, am Knotenpunkt zwischen Europa, Afrika und Asien, 65 km südlich der Türkei, 96 km westlich von Syrien, 385 km nördlich von Ägypten und 328 km westlich von Israel. Die strategische Lage der Insel hat in ihrer anhaltenden Entwicklung zu einem internationalen Geschäfts- und Investitionszentrum eine wichtige Rolle gespielt.

Klima
Es herrscht ein mediterranes Klima mit mildem, feuchtem Winterwetter (die niedrigste Tagesdurchschnittstemperatur liegt bei 5° C) und heißen, trockenen Sommern (mit maximalen Tagesdurchschnittstemperaturen von 36° C). Zypern bietet im Durchschnitt jährlich 320 warme und sonnige Tage.
Bevölkerung
Die griechischen Zyprer bilden die größte Bevölkerungsgruppe der Insel (ca. 76 %); ihre Zahl ist Ende 2006 auf fast 780.000 angestiegen.
Sprachen
Amtssprachen sind Griechisch und Türkisch. Englisch ist als Geschäftssprache sehr verbreitet, aber auch andere Sprachen werden heutzutage immer beliebter.
Religion
Die griechischen Zyprer sind in der Regel Christen und gehören der Griechisch-Orthodoxen Kirche Zyperns an, während kleinere zyprische Minderheiten wie Maroniten, Armenier und Latiner anderen christlichen Glaubensgemeinschaften angehören. Die türkischen Zyprer sind in der Regel Muslime.
Geschichte
Die Zivilisation Zyperns reicht laut archäologischer Befunde in das 9. Jahrtausend. v. Chr. zurück. Die Insel erhielt ihren griechischen Charakter nach ihrer Kolonisierung durch die mykenischen Griechen zwischen dem 13. und 11. Jh. v. Chr. Danach kam Zypern unter assyrische, ägyptische und persische Herrschaft und war Teil des römischen Imperiums von 30 v. Chr. bis 330 n. Chr.
Zypern bewahrte über die Jahrhunderte seine griechische Identität, und das ethnische Vermächtnis der Insel wurde als Teil des hellenistischen Staats der Ptolemäer und der griechisch sprachigen Welt von Byzanz am Leben erhalten. Die griechische Sprache und Kultur setzte sich auch in den kommenden Jahrhunderten durch, obwohl Zypern unter die Herrschaft aufeinander folgender fremder Mächte fiel – des Königs Richard Löwenherz von England und der Tempelritter, der Franken, Venezier, osmanischen Türken und Briten. 1960 erlangte Zypern schließlich seine Unabhängigkeit.
Wirtschaft
Basierend auf dem System der freien Marktwirtschaft schafft die Ökonomie der Insel ein hohes reales Wachstum mit einer niedrigen Inflationsrate und niedrigen Arbeitslosenzahlen. Die Privatwirtschaft ist der Pfeiler aller wirtschaftlichen Aktivitäten, während die Rolle der Regierung darauf beschränkt ist, die Wirtschaft sowie die öffentlichen Versorgungsbetriebe zu überwachen. Der Lebensstandard auf Zypern gehört zu den höchsten in der Europäischen Union und die Wirtschaftsleistung fällt im Vergleich zu den meisten EU-Mitgliedstaaten positiv aus. Die Bedeutung des Dienstleistungssektors ist stetig gewachsen, worauf sein Beitrag von fast 80% zum Bruttoinlandsprodukt und sein Anteil an der Beschäftigung hinweisen. Zypern ist heute ein bevorzugtes Ziel für Touristen, ein Dienstleistungszentrum – vor allem im Hinblick auf das Bankwesen, die Schifffahrt, den Handel und Immobiliengeschäfte – und ein Telekommunikations- knotenpunkt.
Die verarbeitende Industrie steuert 8,5 % zum BIP bei und die wichtigsten Industriezweige sind Nahrungsmittel, Getränke, Zigaretten, Bekleidung, Zement und Metallprodukte. Die Landwirtschaft trägt ca. 2,6 % zum BIP bei; hauptsächlich werden Kartoffeln, anderes Gemüse, Zitrusfrüchte, Getreide, Trauben und Oliven angebaut.
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